dipl. Handwerker in der Denkmalpflege FA, Fachrichtung Malerei
dipl. Dekorationsmaler smgv/Haus der Farbe
Inhaber BaudenkMaler GmbH
Meine Leidenschaft gilt den traditionellen, dekorativen Techniken, historischen Rezepturen und dem gebauten Kulturerbe im Allgemeinen.
Durch den Lehrgang Handwerker in der Denkmalpflege FA, Fachrichtung Malerei, den ich im Juni 2019 erfolgreich abgeschlossen habe, konnte ich diese Leidenschaft und mein Wissen vertiefen. Um beides im beruflichen Schaffen umzusetzen, habe ich im März 2020 die BaudenkMaler GmbH gegründet.
Im Februar 2025 habe ich den Pilotlehrgang Dekorationsmaler/in beim Haus der Farbe erfolgreich abgeschlossen. Dieser hat mich dem Ziel enorm weiter gebracht, traditionelle Techniken dieses Handwerks nicht nur zu perfektionieren, sondern auch in unsere Zeit, in unsere moderne Architektur zu übersetzen.
Als BaudenkMaler setze ich mich für den bestmöglichen, langfristigen und originalgetreuen Erhalt Ihres Objektes ein. Aber auch für den Fortbestand und die Weiterentwicklung unseres Handwerks.
Ich freue mich auf die Herausforderungen, die Sie mir anvertrauen.
Arne Baurecker
Wohnhaus im Heimatstil, Kirchenfeldquartrier, erhaltenswert, Baujahr 1928
In den Siebzigerjahren wurde die bauzeitliche, farblich fein abgestimmte Ausstattung mit Brüstung aus Rupfengewebe und Zierstab einem Abrieb und weissen Anstrichen geopfert. Spuren der ersten Anstrichen und des Rupfengewebes sowie eine verantwortungsvolle, engagierte Bauherrschaft erlaubten jedoch eine originalgetreue Rekonstruktion. Ledigliche der Zierstab musste interpretiert werden: ein in Bern häufig anzutreffendes "Katzenohr"-Profil in Eiche, das mit der ockergelben Lasur die Krönung im Farbkonzept bildet.
Wandfries und Decke in traditioneller Leimfarbe mit Champagnerkreide ausgeführt, Rupfen, Lambris und Holzwerk mit Beeck Standölfarbe.
Wohnhaus im Weissenstein, Bern, schützenswert, Baujahr 1896
Entfernung alter Dispersions- und Ölfarbenschichten auf der bauzeitlichen Kalktünche, Sanierung von durch zementösen Reparaturen verursachte Schäden im Sockelbereich, vollflächiger Ersatz Deckputz, im Fachwerk komplett neuer Putzaufbau auf Kalkbasis. Holzwerk mit traditioneller Ölfarbe renoviert, Zierphasen entsprechend Befund rot gefasst.
Nicht zuletzt dank dem Engagement der Bauherrschaft und der engen Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege gelang eine ebenso konsequente wie ästhetisch überzeugende Wiederherstellung der bauzeitlichen Farbgebung und Materialisierung.
Kukturmühle Lützelflüh, schützenswert, Baujahr 1821
Die bestehende Türe musste durch eine Fluchttüre ersetzt werden. Wir dürften dafür sorgen, dass sich das Erscheinungsbild der Eichenmaserierung den beiden anderen Haustüren gleicht. Die Herausforderung bestand hier vor allem darin, die Handschrift des alten Meisters zu imitieren und zugleich die Alterungsspuren ein Stück weit "mitzunehmen". Mithilfe der vorgängig angefertigten Musterplatte konnte dies in der Werkstatt bewerkstelligt werden.
Passend zum neu installierten Kopfteil aus wohlduftendem Arvenholz wurde freie Sicht auf den Bergwald geschaffen. Einfache Massnahme mit eindrücklicher Raumwirkung.
Im Rahmen einer umfassenden Sanierung aufgrund von Feuchteschäden dürften wir die Fenster, Decke und neu verputzten Wände dieses spätbarocken Baus in der Berner Altstadt streichen, in Öl- beziehungsweise Innensilikatfarben. Stuckstäbe fassen wir gewöhnlich in reversibler Leimfarbe. Sollten jedoch erneut Feuchteschäden auftreten, würde die Leimfarbe sofort Schaden nehmen. Farbkonzept orientiert sich an barocken, hellen Grautönen.
Applikation einer nach Befund rekonstruierten Tapete, Wohnhaus Weissensteinquartier, Baujahr 1896
Eichenmaserierung
Bieler Heimatstilvilla, Schützengasse, Baujahr 1915
Renovation 2024
Die stark dunkelvergilbte, beschädigte Eichenimitation an Wohungstüren und Treppenhausfenster haben wie neu erstellt, in der traditionellen Maseriertechnik und mit der historischen Bindemittelbasis. Die Helligkeit haben wir dabei den bereits renovierten Eichenschwellen und Fensterbänken angepasst.
"Les Grandes Chasse" - Panoramatapete aus dem Hause Zuber, Rixheim, seit 1797
Berner Altstadt, 2024: Applikation in Zusammenarbeit mit Fischer und Partner Restauratoren AG, ein grosses Dankeschön an das ganze Team!
Höchste Qualität in Leimfarbendruck, Handdruckverfahren. 1253 originale, handgeschnitzte Holzmodel und 142 Farbtöne wurden zur Herstellung in der historischen Tapetenmanufaktur Zuber in Rixheim eingesetzt. Das Motiv “Les grandes chasses” stammt aus dem Jahr 1831. Man beachte den Verlauf des Himmels, es gibt keine Farbtonunterschiede von Bahn zu Bahn. Die Leuchtkraft der Leimfarben ist überwältigend und im modernen Digitaldruck nicht zu schaffen. Auch die Präzision und die Fülle an Details im gesamten Panorama sind absolut beeindruckend.
im Kern 16. Jahrhundert, Umbauten im 19. Jahrhundert und 1909, schützenswert, K-Objekt;
2023: Intervention an Fassadenputz, Gewände und Sockel, Dachuntersicht
Kein Objekt grosser Quadratmeterzahlen, jedoch nicht geringer Herausforderungen, was die Vielzahl und Qualität der Details betrifft. Strassenseitig musste der Fassadenputz mit seinen mehrfachen, synthetischen Beschichtungen wieder "remineralisiert" werden - denn zur Bauzeit gab es definitiv noch keine Dispersionsfarbe. Allerdings gab es auch keine Farbgebung in der ausgeführten Art. Eine denkmalpflegerische und gestalterische Besonderheit Bürens a.d. Aare besteht im "Farbrichtplan Travaglini", der in den siebziger Jahren eingeführt wurde, um einem Wildwuchs vorzubeugen, wie er damals in vielen historischen Ortschaften wütete.
Alle Hauseigentümer im Stedtli halten sich seither an diesen Farbrichtplan. Er ist zwar eine harmonische, künstlerische Komposition, aber nicht gerade ein Farbkonzept, das sich an Farbtönen der Spätgotik oder Renaissance orientiert.
Dennoch: Gut gibt es überhaupt einen umfassenden Plan und auch gut, weil er selbst schon zum Zeitzeugen geworden ist. Und auch gut, weil mit der exzellenten Farbkarte Beeck Antik eine Lösung gefunden werden konnte, die dem Farbrichtplan Travaglini vereinbar ist, mit historischen, rein mineralischen Pigmenten und Solsilikat eine Lösung voll Leuchkraft und Ästhetik schafft und sich harmonisch in den Bestand der Strasse einfügt.
Die Fassade auf der Gartenseite war hingegen kaum mit synthetischen Farben kontaminiert und wies noch eine traditionelle Kalktünche auf. Der Silikatanstrich ist farblich dieser Kalktünche nachempfunden, ist aber wesentlich langlebiger als diese: er bildet mit dem mineralischen Untergrund eine feste und diffusionsoffene Einheit.
Stöckli in Rapperswil, Baujahr 1814, schützenswert
Der Zustand der originalen Säulen erforderte einen Ersatz der Säulen. Eine präzise sorgfältige Aufnahme und Dokumentation der ornamentalen Heimatstil-Malereien auf den Kapitelen der zwei Säulenpaare erlaubte eine ebenso präzise und sorgfältige Rekonstruktion dieser schmucken, qualitätsvollen Zeitzeugen. Die Ausführung in hochwertiger Standölfarbe (Beeck Standölaussenfarbe) mit deren reinen Mineralpigmenten gewährt absolute Lichtechtheit und objektgerechtes Alterungsverhalten.
Wohnhaus Kirchenfeldquartier, Bern, Baujahr 1918
Aus einem Büro, das einen ganzen Stock belegte, wurden 2 Wohnungen geschaffen und dabei bauzeitliche Details "wiederbelebt". Das Holzwerk wurde nicht nur im ursprünglichen Grauton sondern auch in objektgerechtem Pinselstrich gefasst. Eine zugeplankte Schiebetür wurde "aus ihren Dornröschennschlaf wachgeküsst", sie gab dabei den Hinweis auf die originale Farbgebung. Die Fensterbänke wurden von unzähligen bunten und weissen Lackschichten befreit und geölt, die Stuckdecken und Friese in reversibler Leimfarbe gefasst, um ein zusätzliches "Verklumpen" der filigranen Stuckstruktur zu vermeiden.
Sanierung der Fassade Nord des "alten" Berner Kursaals, Baujahr 1913/14, erhaltenswert.
All-in-one: Von der Untersuchung der bauzeitlichen Farbgebung und Recherche der baulichen Veränderungen als Grundlage zur Entwicklung eines Farbkonzepts, das die originale Farbgestaltung wiedergibt und eine objektgerechte Materialisierung garantiert, bis und mit der fachlich einwandfreien Ausführung.
Eine fotorealistische, digitale Visualisierung kann den Beteiligten einen ersten Eindruck der farblichen Fassadengestaltung und deren Wirkung vermitteln.
Foto: Paul Marrazzi Architekten. Visualisierung: BaudenkMaler GmbH
Die organisch kontaminierten Putzoberflächen wurden mit titandioxidfreiem Solsilikat remineralisiert, um die Anmutung der ursprünglichen Kalktünche wiederherzustellen. Die unübertroffene Leuchtkraft echter Mineralfarben zeigt sich hier einmal mehr, die historische, titandioxidfreie Pigmentierung verstärkt diese Wirkung noch. Ausführung in Bürstenschlag.
Die Holzoberflächen wurden mit leinölbasierten Produkten beschichtet. Ausführung in Pinselschlag.
... Neues gestalten: Spiel mit Licht und Schatten, und zugleich ein robuster Schutz der Wandoberflächen, mit Strapaziercolor von Aglaia.
Einmal mehr zeigt sich auch hier, welch starke Wirkung und Atmosphäre eine Tapete erzeugen kann. Planung und Gestaltung durch Raumveredelung.ch. Tapete: Designers Guild Delft Gold und Coal
Rekonstruktion Schriftzug beim Restaurant Falken, 2022
Bei der Behebung eines Feuchteschadens kamen Fragmente eines Schriftzuges aus den 1930er Jahren zum Vorschein. Fotografische Dokumente aus der Zeit ermöglichten eine Rekonstruktion. Im Auftrag der Fischer und Partner Restauratoren AG ausgeführte Arbeit.
Spätklassizistische Villa im Villettenquartier
Nachhhaltige Schimmelsanierung auf rein mineralischer Basis muss nicht nur funktionell sein, darf auch gefallen, Filet auf der Brüstung als Tüpfli auf dem i, i wie Isolation.
Auffrischarbeiten am Holzwerk der Veranda, Jalousien und Fenstern, 2020
Im Gegensatz zu modernen, synthetischen Anstrichen kann bei traditionellen Ölfarbenanstrichen mit einfachen, kostengünstigen Massnahmen der Alterungsprozess revertiert und so die Lebensdauer bedeutend erweitert werden. Bei diesem Objekt haben wir das Holzwerk vorgängig einer schonenden Schimmelbehandlung unterzogen und dann mit dünner Leinölfirnis aufgefrischt. Dadurch ist die Patina erhalten und der Bauherrschaft die Kosten eines neuen Anstrichaufbaus erspart geblieben.
Wiederherstellung Stuck, Renovationsarbeiten
Rückführung von der bestehenden, sicher gutgemeinten "Verschönerungsaktion" zurück zur bauzeitlichen Farbgebung und Materialisierung in Leimfarben nach Befund.
geölt, Rosetten ölvergoldet, Schild, Schutzblech und Gitter mit Korrosionsschutz nach historischer Rezeptur
Mit Kalkputz und -farbe wiederhergestelltes Mauerwerk, das durch synthetische Anstriche und zementöse Putze schwer geschädigt worden ist
Fassadensanierung 2019, "Werk der OptiMaler GmbH"
Ehemalige Verandarückwand mit spätklassizistischen Wandmalereien an Wohnhaus im Altenbergquartier, Bern. Im Zuge des Kornhausbrückenbaus 1898 wurde die hölzerne Veranda aus Brandschutzgründen abgerissen, das Mauerwerk mit Fenstergewänden und Gurtgesims angepasst, die Malereien übertüncht. Die erhaltenen Reste liessen eine Rekonstruktion der Muster und Farbgebung zu.
Digitale Visualisierung